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Leitungsnetze oder Insellösung?
Ländliche Infrastruktur – fit für die Zukunft?

Kurzbeschreibung

Die Landschaft im Werra-Meißner-Kreis

Wie sichert man in flächenreichen Kommunen mit sinkenden Einwohnerzahlen die Wasserver- und Abwasserentsorgung, die Strom- und Wärmeversorgung zu bezahlbaren Preisen? Welche Handlungsoptionen haben Kommunen, die in den vergangenen Jahren gerade erst ihre Kanalnetze und Kläranlagen, erneuert haben? Sind Insellösungen, also lokale Ver- und Entsorgungsanlagen, die nicht über lange Strecken an die großen Netze angeschlossen werden müssen, eine mögliche Alternative? Und welche Vorteile bietet eine übergreifende, regionale Planung? Diese grundsätzlichen Fragen untersuchte ein Team der Universität Kassel für den Werra-Meißner-Kreis.

In der ersten Projektphase analysierten sie die Situation der Abwasserentsorgung, Strom- und Wärmeversorgung unter anderem in Eschwege, Hübenthal, Rambach und Waldkappel. Zwischenergebnis war hierbei, dass Insellösungen durchaus machbar sind und mit entsprechenden Investitionen die Kosten für die Ver- und Entsorgung dauerhaft gesenkt werden können. Jedoch muss in jedem Einzelfall die Wirtschaftlichkeit sorgfältig geprüft werden. Im Bereich der Abwasserentsorgung wurden bereits erste Schritte zum Aufbau von Insellösungen gegangen. Für eine Verbreitung dieser Lösung müssten jedoch neue Kostenmodelle entwickelt werden. Im Bereich der Stromversorgung sind Insellösungen zwar prinzipiell möglich. Um sie wirtschaftlich realisieren zu können, müsste der Strom allerdings gespeichert werden können.

In der zweiten Projektphase standen die juristischen Aspekte alternativer Versorgungsmodelle und eine regionalen Organisation der Wasserver- und Abwasserentsorgung im Werra-Meißner-Kreis im Vordergrund.

Zusammenfassend wird in dem Ergebnisbericht für den Abwasserbereich ein Mix aus dezentralen und semizentralen Anlagen für die Region empfohlen. Um insgesamt nachhaltigere und kostengünstigere Lösungen bei der Ver- und Entsorgung zu erreichen, müssen die Planungen für Stadtentwicklung und für Infrastruktur sehr viel enger verzahnt werden. Für die Zukunft kommunaler Entsorgung ist außerdem eine Lockerung des Anschluss- und Benutzungszwangs erforderlich. Das Ziel muss hier eine ökologisch-nachhaltige Abwasserentsorgung sein, die angemessen auf demografische Veränderungen reagieren kann.

Steckbrief

ProjekttitelLeitungsgebundene Ver- und Entsorgung versus Insellösungen im ländlichen Raum
ProjekttypRegionalspezifisches Projekt
HandlungsfeldLeitprojekt zur Förderung von Innovation und Wachstum
ProjektpartnerBMVBS vertreten durch BBSR, Werra-Meißner-Kreis, Universität Kassel
ProjektbeginnSeptember 2009
ProjektendeDezember 2010
Laufzeit15 Monate

Ansprechpartner

Henry Thiele
Erster Kreisbeigeordneter Werra-Meißner-Kreis
Tel.: 05651 302-10 20
Mail: henry.thiele@werra-meissner-kreis.de

Prof. Dr. Hahne
Universität Kassel
Henschelstraße 2, 34127 Kassel
Tel.: (0561) 804-3076
Mail: hahne@uni-kassel.de

Download

Hier können Sie den Abschlussbericht herunterladen:

Datei ist barrierefrei/barrierearm Abschlussbericht "Dezentralisierung und Flexibilisierung der Systeme für Wasserver- und Abwasserentsorgung im Werra-Meißner Kreis" (pdf/5093-KB)

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Sabine Wilke

Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner e.V.

Kontakt

Kontakt:
Telefon
05651 – 70 51 1
E-Mail
sabine.wilke@vfr-werra-meissner.de

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